Gottesdienste

 

Gottesdienste feiern, das heißt innehalten, singen, beten, zuhören und einmal bewusst an Gott denken. Rechts sehen Sie unsere nächsten Gottesdienste. Schauen Sie doch einfach mal wieder vorbei...

 

Abendmahl

Abendmahl einst und jetzt (Foto: Gierz)

Das Abendmahl ist eine religiöse Mahlzeit. In ihm begegnen uns verschiedene Elemente, die im Neuen Testament ihren Ursprung haben:

  • die Gemeinschaft der Jünger mit Jesus beim Essen und Trinken,
  • das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern,
  • die Begegnungen des Auferstandenen mit seinen Jüngern während einiger Mahlzeiten,
  • das jüdische Passahmahl.

Das Abendmahl wird seit den Anfängen des Christentums gefeiert. Es vergegenwärtigt Jesu Tod und Auferstehung. Wie Jesus bei seinem letzten Mahl mit den Jüngern Brot und Wein nahm, dankte und mit ihnen teilte, so geschieht es auch heute. Auch wir sagen danke für das, was Gott getan hat, und erinnern uns an Jesus.

Neben Gedächtnis und Dank spielt der Gedanke der Hingabe und Vergebung eine wichtige Rolle. Jesus sagt: „Mein Leib, für euch gegeben, mein Blut, für euch vergossen“ (1. Korinther 11). Diese Worte weisen darauf hin, dass Jesus sein Leben stellvertretend für alle Menschen hingegeben hat. Auf diese Weise entstand ein neuer Bund zwischen Gott und Mensch. Das Abendmahl schenkt jedem Einzelnen seinen Anteil an diesem neuen Bund.

Schließlich stiftet das Abendmahl Gemeinschaft, mit Gott und Christus, aber auch untereinander. Und es soll zur Versöhnung beitragen und Hoffnung auf ein neues Leben schenken.


 

Kirchenjahr

Wer das Kirchenjahr mitfeiert, lernt das Wesentliche des christlichen Glaubens kennen. Was für den Glauben grundlegend ist, wird sinnbildlich in Feiern, Liedern und Bräuchen dargestellt und erlebbar gemacht.

Die Wiederkehr der Zeiten im Zyklus eines Jahres schafft biographische und gemeinschaftliche Orte der Erinnerung und Orientierung.

Das „Rückgrat“ des Kirchenjahres bilden die Gottesdienste. Dabei gibt eine Lesung aus den Evangelien jedem Sonn- und Festtag sein eigenes Gepräge. Ihr sind jeweils andere biblische Lesungen sowie ein Lied und ein Bibelvers als Wochen- oder Tagesspruch zugeordnet. Die Texte sind in unserem Gesangbuch abgedruckt.

Das Kirchenjahr ist in seiner symbolischen Ordnung historisch gewachsen. Am Anfang steht die wöchentliche Feier der Auferstehung Jesu. Daraus entwickelt sich das jährlich gefeierte Osterfest.

Im 4. Jahrhundert kommt dann das Weihnachtsfest hinzu. So wird das Kirchenjahr ein Christusjahr. In ihm werden das Leben Jesu Christi und seine Bedeutung für uns heute vergegenwärtigt.

Als christliches Jahr nimmt das Kirchenjahr auch Elemente des jüdischen Festkalenders auf und verbindet sich zugleich mit dem Naturjahr. Durch diese Verbindung mit den Jahreszeiten, die das Lebensempfinden von Menschen auch heute noch prägen, gewinnt es an Anschaulichkeit und Einprägsamkeit.

Dennoch geht das Kirchenjahr nicht im Kalenderjahr auf. Es setzt zum Beispiel mit dem Advent einen Neubeginn schon dann, wenn das Kalenderjahr noch das Zu-Ende-Gehen thematisiert. So wird im Kirchenjahr auch ein „Gegenrhythmus“ zum Naturjahr spürbar.

 

Vier Jahreszeiten

Auf der Grundlage des seit dem 4. Jahrhundert gewachsenen Oster- und Weihnachtsfestkreises lassen sich heute vier Fest- und Feiertagssequenzen unterscheiden, in die das „Jahr der Heiligen“ und die anderen Fest- und Gedenktage integriert sind:

  • der Weihnachtsfestkreis (Advent/Weihnachten/„Zwischen den Jahren“/Jahreswechsel/Epiphanias),
  • der Osterfestkreis (Passionszeit/Karwoche/Ostern/Himmelfahrt),
  • Pfingsten (Pfingstfest/Trinitatisfest/Johannistag),
  • die „späte Zeit des Kirchenjahres“ (Michaelistag/Erntedankfest/Reformationstag/Volkstrauertag/Buß- und Bettag/Toten- bzw.Ewigkeits-Sonntag).

In der Symbolik des Kirchenjahres verbinden sich elementare Lebensthemen mit der Erinnerung an die Heilsgeschichte: Erwartung und Erfüllung, Schuld und Vergebung, Leid und Tod, Neubeginn und Verwandlung, Trennung und Gemeinschaft. Das Kirchenjahr hilft, die Vielgestaltigkeit des eigenen Lebens wahrzunehmen und vor Gott zu bedenken.

 

Vier Farben hat das Jahr

Weiß kennzeichnet die Freude an Christus für folgende Festkreise oder Festtage: Weihnachten, Epiphanias (Erscheinungsfest), Ostern, Himmelfahrt, Totensonntag (Ewigkeitssonntag).

Violett steht für Vorbereitung sowie Buße (Umkehr) in der Adventszeit, der Passionszeit, am Buß- und Bettag.

Rot charakterisiert den Heiligen Geist und die Kirche zu den Festen Pfingsten, Kirchweih, Reformation, aber auch zur Konfirmation und anderen Festen der Kirche.

Grün drückt Wachsen und Reifen aus in der Epiphaniaszeit, der Trinitatiszeit, am Erntedankfest.  

Altartisch mit grünem Parament (Foto: Gierz)

  

 

Weiterlesen

Der Gottesdienst, Eine Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche, Vorgelegt vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gütersloher Verlagshaus 2009.

 

 

Oktober

7. Okt.  19. So. nach Trinitatis
10:00  P. Pohl mit Abendmahl
 
14. Okt.  20. So. nach Trinitatis
  9:30  Pn. Israel in Wilsche
10:00  P. Wittkämper
11:00  Pn. Israel in Neubokel
11:15  P. Wittkämper mit Taufen
 
19. Okt.  Freitag
18:00  Landes-Sup. Rathing,
          Einsegnung von D. Bögge
 
21. Okt.  21. So. nach Trinitatis
10:00  P. Pohl
 
28. Okt.  22. So. nach Trinitatis
10:00  P Wittkämper
          mit Kammerchor Gifhorn
 
31. OktReformationstag
17:00  Supn. Pfannschmidt /
          PR. Wrasmann
          in der Schlosskapelle,
          anschließend Begegnung
          und Imbiss
 

November

4. Nov.  23. So. nach Trinitatis
10:00  P. Groh / P. Pohl,
          Jubiläumskonfirmationen
          mit Abendmahl

11. NovDrittletzter So. im K.jahr
10:00  Pn. Israel
11:15  Pn. Israel mit Taufe
 
18. Nov.  Vorletzter So. im K.jahr
 9:30  P. Wittkämper in Wilsche
10:00  Supn. Pfannschmidt
14:00  P. Wittkämper in Neubokel
 
21. Nov.  Buß- und Bettag
10:00  P. Pohl
 
25. Nov.  Ewigkeitssonntag
 9:30  P. Wittkämper in Wilsche
10:00  P. Groh mit Kantorei,
          anschließend Kirchenkaffee
11:00  P. Wittkämper in Neubokel
15:00  P Groh auf dem Friedhof
 

Monatsschlussandacht in der Schlosskapelle

Jeden letzten Sonnabend im Monat
 
27. Oktober
17:00  Mit Taufen
 
24. November
17:00  Mit Taufen
 

Meditation in Paulus

Jeden 3. Mittwoch im Monat
 
17. Oktober
19:30  Dn. Barth
 
14. November
19:30  Dn. Barth
 
 

Taizé-Gebet

Jeden 2. Montag im Monat
 
8. Oktober
18:15 in Paulus
 
12. November
18:15 in St. Nicolai
         mit Instrumentalbegleitung
 

Abkürzungen

D.       = Diakon
Dn.     = Diakonin
L.        = Lektor
Ln.      = Lektorin
P.        = Pastor
Pn.      = Pastorin
Pr.       = Prädikant
Prn.     = Prädikantin
Supn.  = Superintendentin
V.        = Vikar
Vn.      = Vikarin
 
PR.     = Pastoralreferent (kath.)