Orgel

Mit der Reformation erhielt der Gemeindegesang eine wichtige Bedeutung im Gottesdienst. Martin Lutrher selbst spricht davon, dass im Gottesdienst nichts anderes geschehen solle, „denn dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang“. Zur Unterstützung setzt sich in den Kirchen immer stärker die Orgel als das Kircheninstrument durch.

 

Erste Orgel

Wann die zweite Kirche eine Orgel bekommen hat ist nicht überliefert. Die vorhandenen Quellen weisen allerdings bereits für 1550 einen Organisten Müller auf.

Weitere Dokumente gibt es erst aus dem 17. Jahrhundert. So reparierte 1643 der Orgelbauer Jonas Weigel aus Braunschweig das Instrument und führte auch in den folgenden Jahren noch kleinere Arbeiten durch. 1658 wurde ein unbekannter Orgelbauer aus Fallersleben tätig, der neue Stimmen und eine Windlade einbaute.

Von 1680 bis 1700 betreute der Braunschweiger Orgelmacher Otto Eilhard Botienter die Orgel. Er führte in den Jahren 1687/88 eine große Reparatur durch, die fast einem Neubau der Orgel gleichkam.Für die Arbeiten wurden viele Säcke Kohlen verbraucht, da etliche Pfeifen neu gegossen werden mussten. Insgesamt summierten sich die Kosten auf 136 Taler und ein Jahr darauf noch einmal 138 Taler. Für weitere Arbeiten quittierte er am 25. Juni 1700 36 Taler. Im gleichen Jahr wurden für Schmiedearbeiten über 52 Taler ausgegeben.

Letzter Organist an dieser Orgel war Johann Henning Lübbing. In seiner langen Dienstzeit von über fünfzig Jahren hat er auch noch die neue Orgel in der neuen Kirche erlebt. Von ihm hat sich eine Beschreibung der alten Orgel erhalten: »Die alte Stadtorgel hat in 21 Stimmen 1144 Pfeifen … diese Pfeifen haben auf Vier Wind=laden gestanden und zu drey Clavieren gehört, als zum 2. manual = und das Pedal = Clavier.«

Beim Abriß des alten Kirchenschiffs 1737 muss auch die Orgel abgebaut worden sein. Sie wurde eingelagert und in der neuen Kirche wieder aufgebaut. Allerdings machte dieses Instrument einen recht desolaten Eindruck. Organist Lübbing schlug deswegen einen Umbau der Orgel nach eigenen Plänen vor.

Planung der neuen Orgel (1742-1744)

Im Sommer 1742 wurde dann auch noch Kontakt mit dem hannoverschen Hoforgelbaumeister Christian Vater (1679-1756) aufgenommen. Vater kam im Oktober nach Gifhorn und inspizierte die alte Orgel: »Nachdem ich die alte Orgel, welche in der Vorigen Kirche Zu Giffhorn gestanden, in Augenschein genommen, so befinde das selbige so wenig in die Neüe Kirche, noch auf den Platz da sie stehen soll, wieder Kan gesetzet werden, wo man nicht die Symmetrie samt dem prospect aufs eüserste verderben will, und welches doch nicht Zu verantworten wehre. derohalben ich mir den die mühe gegeben, bey kommenden abriß von einer Neüen Orgel woran hoffentlich nichts Wirt aus Zu setzen sein, Zu verfertigen, und Zu reiffer überlegung Zu über senden. ... auch das Gantze werck so woll Zu Hannover als auch an Ort und stelle auf meine eigene Kosten Verfertige, so Verspreche ich vor 570 Rthlr eine gantz Neüe Orgell, woran die sämtliche Herren Interessenten ein sattsahmes Vergnügen haben sollen. wobey den auf meine ehre und gewißen beZeüge, das wegen bekanten umbständen ich so Viel möglich mich in überschlag den eüsersten Billigkeit bedienet, so das auch, wen bey mir und den Meinigen nicht ärger als ein Heyde Handeln will...

Durch die schlechte Finanzlage verzögerte sich der Vertragsabschluss mit Christian Vater noch bis Mitte 1744. Die Gifhorner Bürgerschaft musste dabei trotz vorheriger Belastung durch den Neubau des Kirchengebäudes auch hier erheblich zu den Baukosten beigetragen. Mit Kammer-Präsident Reichsfreiherr Heinrich Grote (100 Taler) und Freiherr von Marenholtz zu Schwülper (50 Taler) konnten allerdings auch adelige Stifter gewonnen werden.

Neubau der Orgel (1744-1752)

Nachdem schließlich der Kaufvertrag abgeschlossen war, konnte Christian Vater mit dem Bau beginnen. Die Metallpfeifen der alten Orgel wurden eingeschmolzen und für die neu anzufertigenden Pfeifen benutzt. 1746 waren die Arbeiten in der Werkstatt in Hannover fast abgeschlossen: »waß ihre orgel betrifft so kan als ein Ehrlicher Mann versichern, daß bereits die Structur, die windladen nebst Clavire fertig, an dem übrigen aber mit allem fleiße gearbeitet wirt wie den auch Ihro Excellentz der Herr Cammer Praesidente mich durch dero HaußVerwalter sehr offte antreiben laßen, dem ich auch alle bereits fertige arbeit gezeiget. ich hoffe also am ende des May oder anfang Juny anstalt Zu machen da mit ein pahr wagens Zur abholung über gesand mögen werden, ...«

Diese Zeilen beleuchten auch das große Interesse vom Heinrich Grote an der neuen Gifhorner Kirche. Im September wurde die Teile auf drei Leiterwagen nach Gifhorn gebracht. Die restlichen Arbeiten fanden dann vor Ort in Gifhorn statt. Schwierigkeiten bereitete die unebene Lage der Orgelempore aber auch Material- und Personalmangel Vaters. Am 28. August 1748 konnte Christian Vater nach Abschluss der Hauptarbeiten für die neue Orgel die Abrechnung erstellen. Es blieb bei den Kosten von 570 Reichstalern (+ 15 Reichstaler Trinkgeld für die Gesellen). Bereits 1746 hatte Vater versucht eine Erhöhung um 60 Reichstaler zu erreichen: »... Nun sind beKanter maßen seit einigen Jahren die victualien nicht allein ungemein Kostbahr worden auch fast alle materialien im Preise sehr hoch gestiegen Zu geschweigen daß wegen der Krieges Troublen nicht Vermögend gewesen, Gesellen Zu erhalten die ienigen aber so noch beKommen Von endfernten Örtern ihnen die reiseKosten auf Post Vergüten müßen, auch durch starkes woche lohn und itziger Zeit Kostbahren unterhalt, bey behalten muß ...«, aber vergeblich.

Das aus Holz geschnitzte Gehäuse der Orgel zeigt schon stark die Einflüsse des Rokoko. Zunächst dürfte die Orgel in einer holzsichtigen Rohbaufassung gestanden haben. Davon hat sich die direkt auf das Holz gemalte Registerbeschriftung erhalten. Vier Jahre später wurde das Gehäuse dann durch den Maler und Hofvergolder Johann August Bartels (1723-1805) vergoldet und der Rest weiß gestrichen: »Ich, der Vergolder Bartels, übernehme, das Holz an ernannter Orgel zu vergolden und was nicht vergoldet wird, weiß zu bemalen, auch die Arbeit so gut und ohne Tadel zu machen, daß kein Fehler mit Fug daran gemacht werden soll, auch die Vergoldung so reich zu besorgen, daß diese Arbeit mit dem Altar accordiere, ...« (aus dem Kontrakt mit Amtmann Tiling vom 12. Juni 1752). Daraus läßt sich schließen, dass auch der Altar ursprünglich in weiß und gold gehalten war.

Weitere Entwicklung bis 1930

Die erwähnten Schwierigkeiten beim Aufbau der Orgel führten relativ schnell zu Problemen. Christian Vater war 1756 gestorben und seine Werkstatt aufgelöst worden. Er konnte nicht mehr herangezogen werden. Man wandte sich an den Orgelbauer Johann Georg Stein (1712-1785) in Lüneburg. Dieser erstellte 1760 ein umfangreiches Gutachten. Dabei monierte er auch das minderwertige Material, das Vater für die Pfeifen verwendet habe: »so muß alles Pfeifwerk von denen Windladen herunter genommen, wieder repariert, renoviert und in gehörigen Stand gesetzt werden ...«. Für die Durchführung dieser Arbeiten verlangte er 68 Reichstaler. Nach Beendigung seiner Arbeiten ließ die Kirchenältesten extra einen Organisten Breyer aus Braunschweig kommen, der die Orgel zu »examinieren« hatte.

Die nächsten kleineren Reparaturen an der Orgel führte 1779 und 1805 der Hof-Orgelbauer Johann Ferdinand Hüsemann (1743-1812) aus Braunschweig durch. In den Jahren 1815 und 1822 sind Reparaturen durch einen Orgelbauer Noack aus Braunschweig dokumentiert.

1842/43 war dann eine größere Reparatur fällig. Der damalige Organist Thies beklagte: »… daß doch unsere Orgel, welche sonst nicht zu den schlechteren gehört, möge repariert werden, denn mit 13 Jahren, welche ich hier bin, und schon 4 Jahr zuvor ist nichts daraus gemacht worden…« Beauftragt wurde der Hoforgelbauer Ernst Wilhelm Meyer aus Hannover (1779–1868). Nach dem Angebot hat dieser dabei ein Register ausgetauscht (Cornett 2‘ in Trompete 4‘). Außerdem mussten zwei Bälge erneuert werden. Insgesamt kostete die Reparatur 149 Reichstaler.

Die nächste kleinere Reparatur an der Orgel erledigte bereits 1848 ein Orgelbauer Charles de Berger.

Danach war für einige Jahrzehnte Pause mit Reparaturen. Doch 1872 bestand wieder Handlungsbedarf. Thies war immer noch als Organist tätig. (Er konnte 1878 sogar noch sein 50jähriges Dienstjubiläum feiern.) Inzwischen hatte sich der Zeitgeschmack deutlich geändert. Statt barockem Klang musste es jetzt das breite Spektrum romantischer Töne sein. Der Hof- und Schlossorganist Heinrich Enckhausen aus Hannover (1799-1885) fertigte ein Gutachten an. Daraufhin wurde der Celler Orgelbauer Heinrich Vieth eingeschaltet, der eine Stellungnahme zu dem Gutachten abgab.

Schließlich wurde man sich handelseinig. Vieth nahm tiefgreifende Änderungen vor. Im Zuge einer »Klangverbesserung« wurden Register ausgetauscht: Viola da Gamba 8‘ ersetzte die Vox humana 8‘, auf einer angehängten Schleife entstand ein Salicional 8‘ und im Pedal ersetzte man die Rauschpfeife durch ein Violoncello. Im Mai 1873 konnte Organist Thies seinen Abschlussbericht zu dem Umbau verfassen. Vieth übernahm dann auch in den Jahren danach bis 1889 die Wartung der Orgel.

Die Tonlage der Orgel um 1/4 Ton über Kammerton (= Normalstimmung) war seit langem Anlaß, eine Veränderung anzustreben. Nach der Reparatur 1873 war dieses Thema bis 1904 allerdings nicht mehr akut. Doch dann erkannte der damalige Organist Ernst Wilhelm Köhler, dass erneut Reparaturen notwendig seien. Er wandte sich an die Firma P. Furtwängler & Hammer. Diese schlug vor, eine ganz neue Orgel für Gifhorn zu bauen, die mit 3 Manualen und 60 klingenden Stimmen auch deutlich größer ausfallen sollte. Der Kostenanschlag vom September 1904 bezifferte sich auf 10.560 Mark. Das Zögern des Kirchenvorstandes bewirkte die Rückstellung des Vorhabens. Es wurde durch den Konsistorialorgelrevisor Pastor Christian Drömann aus Elze aber 1916 wieder vorgetragen. Kriegsbedingt konnte das 12 Jahre alte Angebot der Firma P. Furtwängler & Hammer nicht aufrecht gehalten werden. Nun wurden 27.930 Mark gefordert. Der Auftrag war im Januar 1918 beschlossene Sache, jedoch führte eine erneute Kostensteigerung im Jahr 1919 zu einer Stornierung dieses Vorhabens.

Auch die Firma Sander/Braunschweig konnte das Blatt nicht wenden. In einem Kostenanschlag über die Erneuerung der Orgel in der Stadtkirche zu Gifhorn wurde ausgeführt: "Die Orgel in der Kirche daselbst ist gänzlich veraltet, unzureichend,... zu dünn, scharf und schreiend und nicht edel bzw. wohlklingend im Ton, schwer spielbar und klapperig und in der Registratur schlecht regierbar. Das Gebläse ist mit der Zeit sehr schlecht und abgenützt geworden. Ein Blasebalg mußte bereits, da er vollständig geplatzt ist, außer Tätigkeit gesetzt werden. In den übrigen Holzteilen sitzt an vielen Stellen der Holzwurm..."

Doch auch dieser Kostenanschlag überstieg die verhandenen Mittel der Kirchengemeinde. Und so wurde der Bestand der Christian-Vater-Orgel gerettet.

Orgel unter Denkmalschutz 1932

Am 30. Juni 1932 teilte das Landeskirchenamt mit: Die Orgel ist als ein »Werk von Denkmalswert anzusehen«. Dadurch wurde auch die Beschlagnahme von Orgelpfeifen während der Kriegszeit verhindert.

Das Thema Neubau war damit endgültig vom Tisch. Allerdings waren dringend Reparaturen an dem Orgelwerk durchzuführen. Nachdem das Instrument 1933 ein elektrisches Gebläse erhalten hatte, wurde 1935 eine Restaurierung durch Firma Furtwängler & Hammer im Sinne der Orgelbewegung ausgeführt. Auf den Stock der entfernten Vox humana 8' wurde ein Dulzian-Fagott 16' gestellt. Anscheinend waren zu diesem Zeitpunkt die originalen Registerschilder auf dem Orgelgehäuse längst übermalt und somit die Originaldisposition nicht mehr bekannt.

Orgel auf Kammerton? (1947-1958)

Wer meinte, dass mit dem Denkmalschutz auch alle Diskussionen beendet wären, der erlebte nach dem Krieg etwas anderes. Der damalige Organist Dr. Friedrich Gebhardt eröffnete 1947 eine neue Runde. Wieder ging es darum, eine Tieferstimmung der Orgel auf »Kammerton« zu erreichen. Ein Antrag des Kirchenvorstandes in dieser Richtung wurde vom Landeskirchenamt positiv beschieden. Beauftragt wurde die Firma Furtwängler & Hammer. Doch kam es zu keinem befriedigenden Ergebnis. 1951 wurde der Vertrag gekündigt. Dafür durfte sich jetzt die Firma Hillebrand versuchen. Doch nach sechs Jahren wurde auch dieser Vertrag gelöst. Inzwischen hatte der Organist gewechselt. Ein dritter Versuch wurde mit der Firma Weißenborn unternommen, auch das ohne Erfolg. Da ergab sich eine neue Lage. Das Landeskirchenamt schlug 1958 vor, ein kleines Chorpositiv zu beschaffen und dafür an der Stimmung der großen Orgel nichts zu ändern.

1947 versuchte man erneut, die Tieferstimmung der Orgel auf »Kammerton« zu erreichen. Auch gab es bereits die kirchenaufsichtliche Genehmigung, jedoch wurde diese Maßnahme bis 1958 verschoben und dann durch die Alternative, ein Chorpositiv zu beschaffen, ganz fallen gelassen.

Restaurierung 1961

Im Rahmen der Kirchenrenovierung wurde auf Initiative des Superintendenten Gottfried Küllig und des damaligen Kantors Gottfried Piper auch eine größere Reparatur der Orgel durch die niederländische Firma Flentrop in Zandaam ausgeführt. Diese Firma hatte bereits die große Schnittger-Orgel in der Grote Kerk in Zwolle restauriert und daher wichtige Erfahrungen sammeln können.

Im April 1961 wurde die Orgel »gut verpackt« in die Niederlande geschickt. Bereits fünf Monate später war sie repariert wieder in Gifhorn. Trotz des engen Zeitplans konnte dabei die alte Disposition zu großen Teilen wieder hergestellt werden.

Um 1900 hatte man die Mittelteile der beiden Emporen vergrößert. Das beeinträchtigte den Klang der Orgel. Deswegen schlug der Landeskonservator Wolf vor, das Instrument auf die untere Empore zu verlagern. Diese Maßnahme wurde durch Mitarbeiter einer örtlichen Tischlerei durchgeführt. Erst viele Jahre später wurde bekannt, dass dabei ein schwerer Unfall beinahe Opfer gefordert hätte. Das Orgelgehäuse war beim Herabsenken von der zweiten auf die erste Empore seitlich abgestürzt, weil Halteseile nicht hielten. Erhebliche Beschädigungen im und am Gehäuse wurden repariert oder nur retuschiert. Gleichzeitig verkleinerte man wieder die obere Empore zu einem schmalen Umgang. Insgesamt verbesserte sich der Raumklang des Instrumentes.

Die Restaurierung umfasste auch eine neue farbliche Gestaltung des Orgelprospektes. Droste passte die Farben dem Altar an. So wurde auch der Prospekt in der Farbskala reichhaltiger ausgestattet. Außerdem wurden 1962 noch auf die Innenflügel der Klappen des Brustwerks Bilder von musizierenden Engeln gemalt.

Restaurierung 1998-2000

Obwohl die Maßnahmen nach dem damaligen Kenntnisstand insgesamt sehr gut ausgeführt wurden, gab besonders die statisch ungünstige Sicherung des Orgelgehäuses einen Anstoß für die nächste Restaurierung.

Hinzu kamen, dass dringend nötige Reparaturarbeiten an der Gebäudesubstanz und den Fundamenten, die in den Jahren seit 1961 durchgeführt wurden, die Orgel erheblich in Mitleidenschaft gezogen hatten. Gutachten von 1985 und 1987 wiesen darauf hin, dass eine grundlegende Restaurierung der Orgel zur Erhaltung der Substanz des Gehäuses, des Pfeifenwerkes und der Windanlage unumgänglich sei.

Nach langer Vorplanung wurden im Jahre 1996 die Arbeiten für die jüngste Restaurierung des Orgelwerkes an Firma Gebr. Hillebrand aus Altwarmbüchen bei Hannover und für die Farbfassung des Orgelgehäuses an Firma Ochsenfarth in Paderborn vergeben.

Dabei wurde die Orgel komplett abgebaut und zur Überarbeitung in die Werkstatt nach Altwarmbüchen transportiert. Beim Wiederaufbau wurde das Gehäuse mit einem Grundrahmen aus Eichenholz versehen. Dieser ist schwimmend auf einem auf dem Emporenfußboden verankerten Rahmen gelagert. Sämtliche später ausgetauschten Pfeifen wurden entfernt und durch rekonstruierte Pfeifen nach der Originalregistratur von Vater ersetzt. An den Registertafeln wurde die Originalbeschriftung von 1748 wieder freigelegt. Im Februar 2000 konnten die Arbeiten abgeschlossen und die Orgel ihrer Bestimmung in neuer Schönheit und Klangfülle übergeben werden.

Seit der Restaurierung konnte die Orgel bei Gottesdiensten und zahlreichen Konzerten mit neuer Klangfülle erfreuen. Es hat viele Zuhörer erstaunt, welche Kraft und Dynamik in diesem Instrument durch sachkundige Organisten lebendig werden kann.

Orgel von oben
Blick auf die Orgel (Foto: Gierz)

 

Literatur

David Menge u.a. (Hrsg.): »Die Christian-Vater-Orgel in der Ev.-Luth. St. Nicolai-Kirche zu Gifhorn«, Voigt Druck, Gifhorn 2000

Gottfried Piper: »Die Orgeln des Kirchenkreises Gifhorn«, Gifhorn 1967

Ulrich Roshop: »Die St.-Nicolai-Kirche in Gifhorn«, Veröffentlichungen Heft 3 des Museums- und Heimatverein Gifhorn e.V., Gifhorn 1980

Reinhard Skupnik: »Der hannoversche Orgelbauer Christian Vater 1679-1756«, Verlag Bärenreiter, Kassel 1976